Zyoptix® - Sein Stellenwert in der permanenten Sehkorrektur
Laserbehandlungen der Augen werden oft als etwas „Neues” betrachtet und man vergisst dabei, dass es diese Behandlungen schon seit mehr als 10 Jahren gibt. Dieser Abschnitt vermittelt eine kurze Übersicht über die Geschichte der gebräuchlichsten Methoden der refraktiven Chirurgie und beginnt mit den allerneuesten Entwicklungen:
Wellenfront-geführte Augen-Laserbehandlungen - Zyoptix®
Bei diesem Verfahren handelt es sich um eine weiterentwickelte Form des LASIK-Standardverfahrens (siehe weiter unten). Sowohl die Wellenfront-geführte LASIK-Behandlung als auch das LASIK-Standardverfahren werden nach derselben Operationstechnik durchgeführt. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass bei der Wellenfront-geführten Behandlung während der klinischen Untersuchung zusätzliche Informationen gesammelt und in den Laser einprogrammiert werden, (der nächste Abschnitt enthält mehr Informationen dazu).
Zyoptix, die von Bausch & Lomb entwickelte Wellenfront-geführte Behandlung, war das erste kommerziell angebotene Wellenfrontsystem der Welt. Es wurde im September 2000 in Europa, Kanada, Lateinamerika und Asien eingeführt. Bis September 2003 sind weltweit mehr als 100.000 Patienten mit Zyoptix behandelt worden. Anfang Oktober 2003 erteilte die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA nach umfangreichen klinischen Prüfungen die Zulassung für die Anwendung des Systems in den USA.
Im September 2003 führte Bausch & Lomb mit dem Zyoptix 100 Laser die nächste Generation von Sehkorrektursystemen für personalisierte Behandlungen ein. Diese neue Technologie sorgt für kürzere Behandlungszeiten und arbeitet mit einer Iriserkennungstechnologie nach dem neuesten Stand der Technik, die ein Höchstmaß an Sicherheit für die Patienten gewährleistet.
Die Geschichte der fotorefraktiven Keratektomie (PRK)
Die PRK wurde Mitte der 80er Jahre entwickelt. Bei diesem Verfahren wird die oberste Schicht der Hornhaut manuell entfernt und anschließend der Refraktionsfehler mit einem Laser korrigiert. Die oberste Hornhautschicht wächst nach einigen Tagen wieder nach. Diese Behandlung kann zwar schmerzhafter sein als das LASIK-Verfahren, doch manche Chirurgen bevorzugen immer noch die PRK, denn die Resultate sind gut und das Verfahren ist eine gute Alternative für Patienten mit dünner Hornhaut.
PRK beträgt ca. 20% aller refraktiven Behandlungen in Europa und ist in Ländern wie Italien die Methode der Wahl. In einigen Ländern war dieses Verfahren die Behandlung der ersten Wahl. Eine neue Technik mit der Bezeichnung LASEK ist eine Kombination aus PRK und LASIK. Einige Chirurgen wendeten dieses Verfahren an und im Jahr 2002 wurden 5% aller refraktiven Behandlungen mit dem LASEK-Verfahren durchgeführt.
Ein kurzer Überblick über die Entwicklung von LASIK
LASIK (LASer-In Situ-Keratomileusis) ist zurzeit das am häufigsten angewandte Laserverfahren für Sehkorrekturen und macht in den USA 90% und in Europa 70% aller refraktiven Behandlungen aus. Das Verfahren wurde Mitte der 90er Jahre eingeführt und gewann rasch große Beliebtheit, weil es eine schnellere und weniger schmerzhafte Wiederherstellung der Sehschärfe ermöglichte als die PRK.
Die Geschichte der RK
Dieses Verfahren wurde Ende der 80er Jahre und Anfang der 90er Jahre in großem Umfang eingesetzt und erreichte mit mehr als 250.000 behandelten Patienten im Jahr 1993 seine größte Verbreitung (Marketscope). Bei diesem Verfahren werden radiäre Einschnitte in der Peripherie der Hornhaut vorgenommen, um deren Wölbung flacher zu gestalten. Diese Technik wird heute allerdings nur noch von sehr wenigen Chirurgen angewandt.