Die LASIK-Standardbehandlung (LASer-In Situ-Keratomileusis)
LASIK ist ein hochautomatisiertes, computergesteuertes Verfahren, das sich in nur 3-5 Minuten durchführen läßt und praktisch schmerzfrei ist. Der Patient erholt sich rasch, meist schon am nächsten Tag.
Der Chirurg schneidet einen dünnen Deckel aus der obersten Hornhautschicht. Der Deckel wird vorsichtig umgefaltet und die darunterliegende Hornhautschicht mit dem Laser behandelt. Die Behandlung dauert in der Regel etwa 2 Minuten pro Auge. Der Hornhautdeckel wird dann wieder in seine ursprüngliche Position zurückgebracht und heilt selbstständig wieder an. Ein Annähen des Deckels ist nicht erforderlich.
Schneiden des Hornhautdeckels
Laser
Zurückklappen des Hornhautdeckels
Mit der LASIK-Standardbehandlung werden bei vielen Patienten noch immer sehr gute Ergebnisse erzielt und es ist das beliebteste Laserverfahren für Augenoperationen in den USA und Europa.
87,7% aller refraktiven Eingriffe wurden 2003 mit der LASIK Methode dürchgeführt. In Europa waren es gesamt 500 000 Behandlungen, weltweit waren es 2,6 Millionen Behandlungen.
Zyoptix
Diese Methode beruht zwar auf demselben Verfahren, stellt aber eine wesentlich weiterentwickelte Form von LASIK dar. Zyoptix unterscheidet sich von letzterem vor allem darin, dass seine hochentwickelte Technologie es dem Chirurgen gestattet:
- jedes Auge auf zuvor nicht sichtbaren Details, die auch als „Aberrationen” bekannt sind, zu untersuchen (siehe nächster Abschnitt).
- die bevorstehende Behandlung, die individuelle Sehfehler und Aberrationen in jedem Auge korrigieren kann, zu planen.
- einen Laser mit einer Kombination stärkerer und schwächerer Strahlen zu programmieren, um eine präzise Behandlung durchzuführen, also eine speziell auf den jeweiligen Patienten zugeschnittene Behandlung.
Sehkorrekturen mit Zyoptix oder LASIK: die entscheidenden Unterschiede
Neben Standardsehfehlern kann man mit dem Zyoptix-Verfahren auch kleine Sehfehler (Aberrationen höherer Ordnung) messen und behandeln, die das Licht in einem Muster streuen, das für den Patienten spezifisch ist. Sehfehler, die durch Streulicht bedingt sind, können zum Beispiel dazu führen, dass um den Rand eines kreisrunden Lichts ein Schatten wahrgenommen wird. Sie sind sicherlich ein Hauptgrund für schlechtes Nachtsehen. Etwa 70% der Patienten können von einer Behandlung mit Zyoptix profitieren.
Diese kleinen Fehler werden mit der Wellenfronttechnologie entdeckt und mit dem Laser durch eine Kombination stärkerer und schwächerer Strahlen behandelt, so dass der Chirurg eine präzisere und mehr auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnittene Behandlung vornehmen kann.